Genügt es, wenn in einem Konzernverhältnis die Muttergesellschaft über die Zulassung als Revisorin, Revisionsexpertin oder staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen verfügt, und die Revisionsdienstleistungen von einer Tochtergesellschaft erbracht werden?

Die Bestimmungen des RAG gelten für diejenige Rechtseinheit, welche ein Gesuch um Zulassung bei der RAB stellt und welche eine Revisionsdienstleistung i.S. von Art. 2 Bst. a Ziff. 1 RAG erbringen will. Ausschlaggebend ist demnach, welches Unternehmen von der zu prüfenden Rechtseinheit als Revisionsstelle gewählt wurde. Es genügt daher nicht, dass die Konzernmuttergesellschaft über die Zulassung verfügt, wenn die Tochtergesellschaft die Revisionsdienstleistung erbringt. Die Tochtergesellschaft muss selbst über die Zulassung verfügen.

Zu beachten ist ferner, dass die Bestimmungen zur Unabhängigkeit auch im Konzernverhältnis gelten. Beispielsweise darf die Tochtergesellschaft kein Revisionsmandat übernehmen, wenn ihre Muttergesellschaft eine direkte Beteiligung am Prüfkunden hält (Art. 728 Abs. 6 i.V.m. Abs. 2 Ziff. 2 OR; vgl. für die eingeschränkte Revision auch Art. 729 Abs. 1 OR).

Datum der Veröffentlichung: 15. April 2009

RAB

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