Brauchen Personen, die eine Vereinsrechnung revidieren, eine Zulassung?

Die Revisionspflicht für den Verein bestimmt sich nach den Bestimmungen des Vereinsrechts (Art. 69b ZGB).

Grundsätzlich steht es den Vereinen frei, ob sie eine Revision durchführen wollen und wie diese gegebenenfalls auszugestalten ist.

Es ist nach wie vor zulässig, eine solche Revision durch ein oder mehrere Vereinsmitglieder durchführen zu lassen, die über keine Zulassung verfügen. Es darf auch gänzlich von einer Revision abgesehen werden. Aus Gründen der internen Kontrolle und Verantwortlichkeit des Vorstandes empfiehlt sich jedoch die Durchführung einer vereinsinternen Revision.

Das Gesetz sieht allerdings zwei Ausnahmen vor, in denen eine Revision durch eine externe Revisionsstelle mit entsprechender Zulassung durchgeführt werden muss:

  • Der Verein muss seine Buchführung durch eine zugelassene Revisionsexpertin oder einen zugelassenen Revisionsexperten ordentlich prüfen lassen, wenn zwei der drei nachstehenden Grössen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschritten werden:

      • Bilanzsumme von 10 Millionen Franken;
      • Umsatzerlös von 20 Millionen Franken;
      • 50 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt.

  • Der Verein muss seine Buchführung durch ein Revisionsunternehmen mit mindestens der Zulassung als Revisorin oder als Revisor eingeschränkt prüfen lassen, wenn ein Vereinsmitglied, das einer persönlichen Haftung oder einer Nachschusspflicht untersteht, dies verlangt.

In diesen beiden Fällen muss sich der Verein in das Handelsregister eintragen lassen (Art. 61 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB).

Datum der Veröffentlichung: 15. April 2009 (angepasst per 18. Juli 2016)

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