Welche Arten von Zulassungen bestehen?

Alle natürlichen Personen und Revisionsunternehmen, die gesetzlich vorgeschriebene Revisionsdienstleistungen erbringen, bedürfen seit dem 1. Januar 2008 einer von drei möglichen Zulassungen:

  • Als zugelassene Revisor/innen gelten Personen und Revisionsunternehmen, die berechtigt sind, eine eingeschränkte Revision vorzunehmen (Art. 727c OR).
  • Als zugelassene Revisionsexperten/innen gelten Personen und Revisionsunternehmen, die berechtigt sind, eine ordentliche Revision vorzunehmen (Art. 727b Abs. 2 OR). Die Revisionsexperten/innen zeichnen sich gegenüber den zugelassenen Revisor/innen durch den Nachweis einer längeren Fachpraxis aus.
  • Als staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen gelten Gesellschaften, die zur Durchführung einer ordentlichen Revision bei Publikumsgesellschaften befugt sind (Art. 727b Abs. 1 OR). Von der Qualifikation her handelt es sich um Revisionsexperten, die aber weiter gehende gesetzliche Pflichten erfüllen müssen und die der Aufsicht durch die RAB unterstehen.

Personen und Unternehmen, die sich nicht ins Revisorenregister eintragen lassen, gelten als nicht zugelassene Revisoren ("Laienrevisoren"). Diese können Revisionsdienstleistungen erbringen, die das Gesetz nicht zwingend vorschreibt. Zu denken ist insbesondere an die Prüfung von Jahresrechnungen von Gesellschaften, die auf eine Revision im Sinne des Gesetzes verzichtet haben ("Opting-out"), aber dennoch aus unternehmensinternen Gründen eine "inoffizielle" Revision wünschen.

Wie hoch sind die Gebühren?

Gemäss Art. 38 RAV beträgt die Gebühr für die Beurteilung des Zulassungsgesuchs durch die RAB für:

a.     natürliche Personen: 800 Franken;
b.     Revisionsunternehmen: 1500 Franken;
c.     staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen: mind. 5000 Franken.

Von staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen wird die Gebühr für die Zulassung bzw. die Erneuerung der Zulassung nach Zeitaufwand erhoben, wobei der Stundenansatz 250 Franken und die Gebühr mindestens 5‘000 Franken beträgt (Art. 38 Abs. 5 RAV). Zusätzlich wird jährlich eine Aufsichtsabgabe zur Deckung der nicht durch Gebühren gedeckten Kosten der RAB von mindestens 10‘000 Franken sowie eine Gebühr nach Zeitaufwand für die periodische Überprüfung (Inspektion) erhoben (vgl. Art. 39 und 42 ff. RAV).

Wann werden Gebühren erhoben?

Die Aufsichtsbehörde erhebt von der Gesuchstellerin oder vom Gesuchsteller eine Gebühr für:

a.     die Beurteilung eines Zulassungsgesuchs;
b.     die Erneuerung der Zulassung;
c.     den Wechsel der Zulassungsart;
d.     die Übertragung der Zulassung (Art. 21a RAV).

Datum der Veröffentlichung: 15. April 2009 (angepasst per 2. Oktober 2017)

RAB

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Fax: +41 31 560 22 23
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